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Fragen und Antworten rund um den Australian Shepherd:
1. Ich habe gehört, Aussies sind eine superintelligente Rasse. Stimmt
das?
Wenn man unter Intelligenz
die rasche Auffassungsgabe und Schnelligkeit versteht, mit der der Aussie
die ihm gestellten Aufgaben löst, dann ist der Aussie sicher ein
sehr intelligenter Hund, denn der Aussie benötigt nur wenige Wiederholungen
einer Übung bis er sie beherrscht. Allerdings ist die hohe Intelligenz
des Aussies nicht immer nur von Vorteil. Durch seine hohe Intelligenz
hat ein Aussie auch rasch Langeweile und lernt daher auch schnell Dinge
zu tun, mit denen seine Menschen nicht einverstanden sind. Die hohe Intelligenz
des Aussies ist ein Grund, warum der Aussie in so vielen Sparten der Arbeit
so erfolgreich eingesetzt werden kann und warum der Aussie so einen guten
Gefährten für den Menschen abgibt.
2. Brauchen
Aussies viel Auslauf und Beschäftigung?
Aussies sind Arbeitshunde
und dafür geschaffen, den ganzen Tag zu arbeiten. Sie sind eine sehr
aktive Rasse und brauchen daher ausreichend Bewegung und viel geistige
Beschäftigung. Sind sie nicht ausgelastet, suchen sie sich eine Beschäftigung,
sie kauen dann z.B. an Schuhen, Büchern, Teppichen, Holzmöbel
etc., graben Löcher im Garten oder entwickeln andere Unarten. Den
Aussie in einem Garten alleine zu lassen bietet ihm bei weitem nicht genug
Betätigungsmöglichkeiten. Der Aussie braucht eine Aufgabe, die
ihn ausfüllt. Am meisten Spaß macht dem Aussie natürlich,
wenn er mit seinem Menschen arbeiten darf, sei es im Hundesport, beim
Lernen von Tricks oder z.B. beim Hüten.
Aussies lieben es auch mit ihren Menschen mit dem Stöckchen, Frisbee
oder anderen Dingen apportieren zu spielen, zu joggen oder wandern zu
gehen, zu schwimmen, neben dem Fahrrad ihres Menschen herzulaufen etc.
3. Wie verhält
sich der Aussie im Umgang mit Kindern?
Wenn ein Aussie im
Welpenalter gut sozialisiert und an Kinder jeden Alters gewöhnt wurde
und die Kinder wissen, wie man mit einem Hund umgeht, können wunderbare
Freundschaften zwischen Aussies und Kindern entstehen. Viele Aussies scheinen
zu wissen, wie wild sie mit einem bestimmten Kind spielen dürfen
und sind oft sehr sanft zu kleinen Kindern. Allerdings darf man auch einen
Aussie nicht unbeaufsichtigt mit Kindern spielen lassen, damit keiner,
weder Hund noch Kind, dabei verletzt werden. Es muß unbedingt darauf
geachtet werden, dass sich der Hund in der Rangordnung nicht über
das Kind stellt. Gelegentlich zwickt ein Aussie ein Kind in die Beine.
Dieses Verhalten ist in den Hüteeigenschaften des Aussies begründet
und der Aussie beabsichtigt dabei nicht, dem Kind zu schaden. Trotzdem
sollte es unterbunden werden.
4. Brauchen
Aussies viel Fellpflege?
Aussies sind pflegeleichte
Hunde. Das Fell der Aussies ist so beschaffen, dass Schmutz sehr leicht
ausgebürstet werden kann. Es verfilzt nicht leicht und Aussies haaren
außer zu den Zeiten des Fellwechsels nicht sehr stark.
5. Sind Aussies
Wachhunde und wie verhalten sie sich Fremden gegenüber?
Aussies sind mit starken
Wachinstinkten ausgestattet und wurden ursprünglich dazu gezüchtet,
auf die Farm und alles was dazu gehört, aufzupassen. Auch heute verteidigen
sie Haus und Gegenstände, die ihren Menschen gehören, gegenüber
Fremden, und melden zuverlässig, wenn sich ein Fremder dem Haus nähert.
Aussies können Fremden gegenüber reserviert und vorsichtig sein,
was nicht gleichzeitig bedeutet, das sie ängstlich oder scheu sind.
6. Wie lange
leben Aussies?
Aussies sind eine
langlebige Rasse und werden durchschnittlich 12 Jahre alt oder auch älter
und sind bis ins hohe Alter hinein aktiv.
7. Wo kaufe
ich am besten einen Aussie-Welpen?
Einen Aussie kauft
man am besten von einem verantwortungsvollen Züchter. Besuchen sie
mehrere Züchter möglichst schon vor dem Wurf und sehen sie sich
persönlich an, wo die Welpen aufwachsen werden und wie die Zuchttiere
gehalten werden. Überlegen sie, was sie mit dem Aussie später
unternehmen wollen und teilen sie dies dem Züchter ihrer Wahl mit.
Lassen sie sich vom Züchter bei der Auswahl ihres Welpen beraten,
er kennt seine Welpen im Normalfall am besten und kann gut einschätzen,
was sie später einmal für ein Wesen haben werden. Ein verantwortungsvoller
Züchter züchtet nur mit einwandfreien Zuchttieren. Er hat die
Augen und Hüften seine Zuchttiere untersuchen lassen und zeigt ihnen
die Untersuchungsergebnisse. Auch die Augen der Welpen werden im Alter
von 6 - 7 Wochen untersucht. Die Welpen müssen sauber und gesund
aussehen und gut sozialisiert worden sein. Sie sollen selbstbewusst auf
sie zugehen, zutraulich sein und mit ihnen spielen wollen. Lassen sie
sich, wenn möglich beide Elterntiere zeigen. Fragen sie den Züchter,
ob die Welpen einen Stammbaum bekommen und warum gerade diese Paarung
durchgeführt wurde. Fragen sie nach den Vorzügen und Fehlern
der Eltern, ein guter Züchter wird ihnen darüber Auskunft geben
und wird ihnen auch nach dem Welpenkauf für Fragen zur Verfügung
stehen und danach trachten, ihnen bei etwaigen Problemen mit dem Welpen
zu helfen.
8. Soll ich
einen Rüden oder besser eine Hündin kaufen?
Eine Aussie-Hündin
hat ein Stockmaß von ca. 45 - 54 cm und wiegt ca. 18 - 25 kg. Sie
hat nicht das üppige Haarkleid eines Rüden und ist vom Wesen
her eher zurückhaltend und sensibler. Wenn man sie nicht kastrieren
lässt, wird eine Hündin ein bis zweimal pro Jahr läufig.
In dieser Zeit muß auf sie ständig aufgepasst werden, damit
sie nicht unerwünschterweise von einem Rüden gedeckt wird.
Ein Aussie-Rüde hat ein Stockmaß von ca. 50 - 58 cm und wird
bis zu 30 kg schwer. Er ist impossanter anzusehen als die Hündin,
hat mehr und längeres Fell und stärkere Knochen. Das territoriale
Verhalten ist beim Rüden ausgeprägter als bei der Hündin.
Welches Geschlecht man auswählt ist Geschmacksache, Rüde sowohl
als auch Hündin haben ihre Vor- und Nachteile.
9. Was sollte
ich vom Züchter alles bekommen, wenn ich meinen Welpen abhole?
- ÖKV-Stammbaum
über vier Generationen
- Kaufvertrag für den Welpen
- Kopien der Hüftuntersuchungen der Eltern des Welpen
- Kopien der Augenuntersuchungen der Eltern des Welpen
- Augenuntersuchungsbefund des Welpen
- Impfpaß mit einer aktiven Impfung des Welpen mit Hinweis darauf,
wann die nächste Impfung durchzuführen ist.
- Formular für die Chip-Registrierung des Welpen
- Daten, wann die Entwurmung des Welpen vorgenommen wurde.
- Futterzusammenstellung und Futterempfehlung des Züchters, eventuell
Futter, das der Welpe gewohnt ist, für die nächsten 24
Stunden.
10. Kann ich
einen Aussie auch in der Stadt halten?
Aussies sind sehr
aktive Hunde. Sie brauchen Bewegung und Beschäftigung. Man kann einen
Aussie auch in der Stadt aktiv halten, wenn man viele Ausflüge, Spaziergänge
mit ihm unternimmt, mit ihm Rad fahren oder skaten geht, ihn zum joggen
oder schwimmen mitnimmt etc. Wichtig ist für einen Aussie ist vor
allem, daß er viele Stunden mit seinem Besitzer verbringen kann
und daß er voll in die Familie integriert ist. Genauso wichtig ist
für den Aussie auch, daß er geistig aktiv gehalten wird. Aussies
wollen beschäftigt werden, sie brauchen eine Aufgabe. Sie sind Arbeitshunde
und erfüllen jede ihnen gestellte Aufgabe mit großer Begeisterung,
sei es im Hundesport, beim Hüten oder auch beim Lernen von Tricks.
Wenn die Bedürfnisse eines Aussies vom Besitzer erfüllt werden,
kann ein Aussie auch in der Stadt gehalten werden.
11. Welche Krankheiten
treten beim Aussie öfter auf?
Obwohl der Aussie
im Großen und Ganzen eine gesunde und langlebige Hunderasse darstellt,
kommen auch beim Australian Shepherd einige ererbte Krankheiten vor. Verschiedene
Augenkrankheiten wie z.B. Katarakte, Iriskolombom, CEA (Collie Eye Anomalie),
Retina Dysplasie, PRA (Progressive Retina Atropie) u.a. können beim
Australian Shepherd auftreten. Daher müssen die Augen aller Zuchttiere
untersucht und von diesen Krankheiten frei befundet werden. Eine weiteres
Problem ist die Hüftdysplasie, die ebenfalls fallweise beim Australian
Shepherd auftritt. Daher dürfen nur HD-freie Tiere in der Zucht eingesetzt
werden. Weitere Krankheiten, die beim Australian Shepherd vorkommen können,
sind Epilepsie, Schilddrüsenprobleme, Ellbogendysplasie, Autoimunkrankheiten
und Allergien.
© 1998-2009 by Australian Shepherds of Austria (ASA)
Stand: 02.2009
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